Packing ist ein Begriff, der besonders bei schnellen, technischen Trails interessant wird.
Gemeint ist vereinfacht gesagt: Das Fahrwerk kommt zwischen mehreren Schlägen nicht schnell genug zurück und steht dadurch immer tiefer im Federweg.
Ein Beispiel
Stell dir eine Reihe von Wurzeln vor.
Bei der ersten Wurzel federt das Hinterrad ein.
Danach sollte es wieder ausfedern.
Bei der zweiten Wurzel federt es erneut ein.
Ist der Rebound zu langsam, war das Hinterrad beim zweiten Schlag noch nicht vollständig zurück.
Beim dritten Schlag steht es noch tiefer.
Das wiederholt sich.
Am Ende fühlt sich das Fahrwerk plötzlich viel härter an, obwohl der Rebound eigentlich „zu langsam“ ist.


Typische Symptome
- Das Fahrwerk wird bei Schlagfolgen immer tiefer.
- Das Bike fühlt sich plötzlich hart an.
- Das Hinterrad verliert Traktion.
- Die Front oder das Heck wirkt unruhig.
- Einzelne Schläge funktionieren gut, Schlagfolgen aber nicht.
Lösung?
Oft lohnt sich ein Test mit etwas schnellerem Rebound.
Aber nicht einfach maximal öffnen.
Ein zu schneller Rebound kann ebenfalls problematisch sein.


Warum ein einzelner Schlag nicht reicht
Ein sehr wichtiger Punkt beim Fahrwerksetup: Teste nicht nur einzelne Hindernisse.
Eine einzelne Wurzel sagt wenig darüber aus, wie dein Fahrwerk bei zehn schnellen Schlägen hintereinander arbeitet.
Deshalb sollte eine gute Teststrecke verschiedene Situationen enthalten.
Kann Packing auch andere Ursachen haben?
Ja.
Wenn das Fahrwerk intern nicht korrekt arbeitet, kann auch das Verhalten der Dämpfung auffällig sein.
Deshalb gilt: Wenn die Einstellmöglichkeiten keinen plausiblen Bereich liefern, sollte das Federelement geprüft werden.


Für wen ist das besonders relevant?
Enduro-, Downhill- und Bikepark-Fahrer bemerken Packing besonders schnell, weil sie häufig mit hohen Geschwindigkeiten über stark zerklüftetes Gelände fahren.
Aber auch Trailfahrer können davon betroffen sein.
Ein Fahrwerk muss nicht nur auf den ersten Schlag reagieren. Es muss auch beim fünften Schlag noch bereit sein.





