Service und Tuning werden im Mountainbike-Bereich gerne in einen Topf geworfen. Technisch sind es aber zwei unterschiedliche Dinge.
Service: Das Federelement wieder fit machen
Beim Service geht es darum, Funktion, Dichtungen, Schmierung und Verschleißteile in Ordnung zu bringen.
Bei einem kleinen Service werden typischerweise die äußeren Bereiche beziehungsweise die Luftkammer gewartet, gereinigt und neu geschmiert. Bei einem großen Service wird deutlich tiefer zerlegt und auch die Dämpfungseinheit gewartet.
R SUSPENSION empfiehlt auf der eigenen Website für den kleinen Service ungefähr 50 Fahrstunden und für den großen Service je nach Einsatz beziehungsweise Herstellerbereich deutlich größere Intervalle.


Tuning: Das Verhalten verändern
Tuning beginnt dort, wo das Federelement technisch in Ordnung ist, du aber eine andere Charakteristik möchtest.
Beispiel:
Die Gabel funktioniert sauber, aber du möchtest mehr Mid-Stroke-Support und gleichzeitig ein sensibles Ansprechverhalten.
Dann kann ein internes Tuning sinnvoll sein.
Was passiert beim Tuning?
Das hängt vom System ab.
Beim MST-Tuning von R SUSPENSION werden je nach FOX- oder RockShox-System unter anderem Kolben und Shimstacks angepasst. Für bestimmte Systeme stehen unterschiedliche Abstimmungen wie Komfort, Sport und Race zur Verfügung.


Kann Tuning einen Service ersetzen?
Nein.
Ein verschlissenes Federelement sollte zuerst technisch instand gesetzt werden.
Tuning auf einem schlechten Servicezustand ist wenig sinnvoll.
Braucht jeder Fahrer Tuning?
Nein.
Ein korrekt gewartetes und sauber eingestelltes Serienfahrwerk kann für viele Fahrer hervorragend funktionieren.
Tuning wird interessant, wenn du konkrete Anforderungen hast oder mit dem Serienbereich nicht zufrieden bist.


Der Unterschied in einem Satz
Service sorgt dafür, dass dein Fahrwerk richtig funktioniert. Tuning sorgt dafür, dass es sich gezielter so verhält, wie du es möchtest.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Deshalb sollte man vor jedem Tuning zuerst eine saubere Diagnose machen.





